Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir hier bei jetzt über den Trend des Duschbiers berichteten. Für die Vergesslichen und Neuleser sei deshalb kurz wiederholt, was es mit damit auf sich hat. Menschen trinken Bier unter der Dusche. Sie fotografieren sich dabei. Und posten das Ergebnis unter dem Hashtag #showerbeer in die sozialen Netzwerke. Dort hatte das Ganze vermutlich deshalb Erfolg, weil es durch eine Mischung aus offensichtlicher Sinnlosigkeit, Voyeurismus und Selfie-Exhibitionismus besticht und den Bier-Nerds dieser Welt gleichzeitig die Möglichkeit gab, zum Beispiel Empfehlungen für das richtige Zusammenspiel von Temperatur des Duschwassers und des Bieres zu stellen.

So gesehen ist es erstaunlich, dass nicht viel früher eine Brauerei auf die Idee gekommen ist, die schwedische Craft-Beer-Macher vor einer Weile mit einer Kreativagentur umsetzten: ein Bier zu brauen, dass sich „Shower Beer“ nennt und tatsächlich auf diese besondere Trinksituation hin optimiert ist.

Das Bier ist gedacht für die Dusche zwischen Arbeitstag und Ausgehen, als Kick-off für die Nacht. Es kommt in einer kleinen, 18-cl-Flasche, weil seine Erfinder die übliche Flaschengröße für die Dauer einer Dusche zu lang fanden und außerdem so das Problem umgehen wollten, dass sich ein kaltes Bier unter einer heißen Dusche natürlich schnell erwärmt. Dafür ist es mit einem Alkoholgehalt von zehn Volumenprozent ziemlich stark.

Was einen geschmacklich erwartet, klingt zwar – vor allem für Fans des Reinheitsgebots – ein wenig gewöhnungsbedürftig: Das Shower Beer sei ein süßes Pale Ale mit fruchtigem Zitrusgeschmack und Earl-Grey-Tee und Bergamotte, heißt es auf der Webseite. Dafür soll es, so steht dort weiter, auch als Conditioner für die Haare gute Dienste leisten.

Sogar die Schrift auf der Flasche hat eine Funktion: Sie löst das dem erfahrenen Duschbier-Freund bekannte Problem der rutschigen Flasche im nassen Umfeld, die einem leicht aus der Hand gleitet, vor allem, wenn noch Seife oder Shampoo im Spiel sind. Deshalb ist die Schrift so gedruckt, dass sie sich leicht über das Glas erhebt und für Extra-Grip sorgt.

Bleibt nur noch eine Frage: Wann zieht Valensina nach und bringt die Duschorange für die Jünger der #ShowerOrange auf den Markt?

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