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Was hat ein Pferd im Nachtclub zu suchen?

Gar nichts. Dachte sich nicht nur das bockende Pferd in einem Club in Miami, sondern auch Tierschützer und Polizei.

Über manche Show-Acts freut man sich ja vielleicht auf Parties: Auftritte von Künstlern, Schaumbäder und Kissenschlacht oder unseretwegen auch leichtbekleidete Tänzer und Tänzerinnen. Wenn die dann allerdings auf einem Pferd in den Club geritten kommen, hört der Spaß eben auf. Nicht nur, weil das A) dem Pferd nicht gut tut. Sondern B) auch weil sich die Tiere zu wehren wissen, wenn sie sich nicht wohlfühlen.

Dementsprechend überrascht wenig, was sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Nachtclub Mokai Lounge in Miami Beach ereignete, als ein Mann und eine Frau auf einem weißen Pferd auf die (ohnehin schon überfüllte) Tanzfläche ritten: Es scheute, bockte und warf die Reiterin ab. Die Menschen auf der Tanzfläche schrien teilweise verängstigt auf und drängten sich aneinander, um Abstand zum Körper des Tieres zu gewinnen. Das Pferd suchte danach einen Weg nach draußen.  

Die Betreiber des Clubs dürften die Aktion inzwischen bereuen: Nachdem ein Video der Szene im Netz auftauchte, wurde es tausendfach geteilt. Vor allem von Tierliebhabern und -schützern. Sie bezeichneten es als Tierquälerei, ein Pferd in einen Nachtclub zu zwingen.

Schließlich bedeuten eine überfüllte Tanzfläche und laute Musik puren Stress für ein Pferd und versetzen es in Panik. Tausende machten deshalb außerdem darauf aufmerksam, dass aufgrund dieser Aktion nicht nur das Pferd sondern auch viele Menschen hätten verletzt werden können.

Die Tierschützer wendeten sich deshalb auch an lokale Medien und die Polizei von Miami Beach, um unter anderem den Lizenzentzug des Clubs zu fordern.

Der folgte dann auch. Angesichts der vielen Beschwerden und Anzeigen, die sie erreichten, hatte die Polizei zügig die Ermittlungen aufgenommen. Der Club wurde inzwischen bis auf Weiteres geschlossen. 

Das Mokai scheint vergangene Woche übrigens nicht zum ersten Mal auf die Idee gekommen zu sein, Tiere als Showacts zu missbrauchen. Social Media-Nutzer sendeten dem Sender CBS4 Bilder und Videos zu, die zeigten, dass in früheren Nächten schon ein weißes Pony sowie ein Kamel in den Club geführt worden waren.

Das Pferd wurde nach dem Vorfall übrigens untersucht. Es ist, genau wie die Clubbesucher, glücklicherweise unverletzt geblieben. Der Marketing Director, der den Stunt organisiert hatte, wurde anscheinend sofort entlassen.

lath

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