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Britische Schulen tauschen analoge gegen digitale Uhren aus

Denn die Schüler können die alten Modelle oft nicht mehr lesen.
  • uhr quadr
    Foto: Robert Haas

An britischen Schulen sollen die Uhren ausgetauscht werden. Keine analogen Modelle mehr, mit Stunden-, Minuten- und vielleicht sogar Sekundenzeigern. Stattdessen Digitaluhren, denn: Die Schülerinnen und Schüler können Analoguhren oft nicht mehr lesen. Vor allem in Räumen, in denen Prüfungen geschrieben werden, sollen die Uhren ausgetauscht werden – damit die Prüflinge die verbleibende Zeit richtig einschätzen können und nicht unter Stress geraten, weil sie nicht wissen, wie viel Uhr es ist.

Malcolm Trobe von der britischen Association of School and College Leaders sagte dem Telegraph, dass das wohl an den digitalen Geräten liege, die sie benutzen: „Sie sind daran gewöhnt, eine digitale Zeitangabe auf dem Handy und ihrem Computer zu sehen. Fast alles, was sie haben, ist digital.“

Trobe war früher selbst Schulleiter, er kann sich also in die Situation an Schulen hinein versetzen. Deshalb befürwortet er, die Prüfungssituation für Schüler so stressfrei wie möglich zu gestalten: „Man möchte nicht, dass sie ihre Hand heben und nach der Zeit fragen müssen.“

Natürlich sind britische Schüler nicht die einzigen, die mit Digitaluhren aufwachsen. In den vergangenen Jahren wurde auch in den USA immer wieder darüber berichtet, dass es Kindern schwerfällt, Uhren mit Zeigern zu lesen. Jimmy Kimmel hat deswegen vergangene Woche in seiner Show einen Clip gezeigt, in dem er Kinder mit „alten“ Uhren konfrontiert. Und tatsächlich: Nur ein Junge konnte sagen, wie viel Uhr es ist.

Ob digital oder analog, Hauptsache Kinder können die Uhr überhaupt lesen. Drum ist wohl sinnvoll, in Prüfungsräumen solche Uhren aufzuhängen, die sie aus dem Alltag kennen. Prüfungen sind ja sonst schon stressig genug.

jwh

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