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Der BBC-Dad berichtet aus einem anderen Zimmer

Und die Twitter-User so: Oh nein, dann können seine Kinder nicht mehr ins Bild poltern.
  • dad quadr
    Screenshot: Twitter

Für ein paar Tage waren sie die berühmteste Familie der Welt. Professor Robert Kelly, seine Frau Jung-a Kim und ihre Kinder Marion und James. Denn im März vergangenen Jahres polterten die Kleinen in ein Live-Interview, das der Politikwissenschaftler Kelly der BBC gab – das Video davon ging viral.

Noch mal zur Erinnerung: Robert Kelly, nachrichtensprechermäßig in Anzug und Krawatte, analysiert gerade die Regierungskrise in Südkorea. Im Hintergrund geht die Tür auf und die kleine Marion trottet herein, schunkelt durchs Zimmer und nimmt neben ihrem Vater Platz. „Guten Tag, worum geht’s?“, so in der Art. Der Vater versucht, sie wegzuschieben, das ist ihr aber sehr, sehr egal. Dann hat James seinen Auftritt. Er kommt in einem Laufgestell herein gedüst, checkt kurz die Lage und steuert auf Schwester und Papa zu. Zack, schießt die Mutter ins Zimmer, irre schnell, schnappt die Kinder und zieht sie aus dem Raum, den Schreibtisch mit den Büchern fast mit. Auf Twitter regnete es Herzen und Retweets.

Vor ein paar Tagen ging in der Causa nun ein Raunen durch Twitter. Robert Kelly war nämlich wieder im Fernsehen zu sehen. Aber nicht zwischen seinem Bücherregal, der Weltkarte, dem sympathischen Krimskrams. Sondern in einem piefigen Büro mit schnöden Jalousien, aber ohne Tür, durch die kleine Menschen poltern könnten.

Die User waren entsetzt, überlegten eine Petition einzureichen, damit Kelly sich wieder zuhause an seinen gewohnten Platz setzt. 

Andere gaben sich wilden Spekulationen hin. Es sei wohl eine Vorsichtsmaßnahme, womöglich habe er sogar einen Hindernisparcours im Zimmer errichtet, um ungestört seine Fernsehsätze sprechen zu können. 

Vor zwei Tagen dann Entwarnung – endlich! Robert Kelly ließ die User wissen, dass er auf Reisen war und unterwegs seinen Laptop für die Interview-Schalte benutzt hat. Sobald er  zurück ist, werde er wieder vor dem gewohnten Setting zu sehen sein. Durch Twitter geht ein lautes „puh!“ – und James nimmt im Laufgestell wohl schon mal Anlauf. 

jwh 

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