Jens Spahn
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Jens Spahn sorgt mit Aussagen über Hartz IV für Kritik –von Seiten der Politik und der Bevölkerung. Der designierte Gesundheitsminister (CDU) sagte am Wochenende gegenüber der Berliner Morgenpost, dass Hartz IV nicht Armut bedeute, sondern die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut sei. Mit Hartz IV habe jeder das, was er zum Leben brauche. Deutschland habe „eines der besten Sozialsysteme der Welt“. 

Grüne und Linke werfen Spahn Überheblichkeit und Arroganz vor. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer warnte davor, dass Menschen, die gut verdienen, versuchen zu erklären, wie man sich mit Hartz IV fühlen sollte.

Auch im Internet kritisieren viele Leute Spahns Aussagen heftig:

Einige fordern auch, dass er sein Amt nicht antreten soll: 

Viele merken an, dass sich Spahn mit seinem Gehalt nicht in die Lage von Hartz-IV-Empfängern versetzen könne:

Das Titanic-Magazin fragt: Wie sexy ist geistige Armut?

Positive oder zustimmende Reaktionen auf Spahns Aussagen findet man nur wenige. Es wird kritisiert, dass Inhalte aus dem Interview aus dem Kontext gerissen wurden:

Spahn selbst hat das Interview auf Facebook mit dem Zitat "Wir stehen für Zusammenhalt und nicht für Spaltung – und wir lösen ­Probleme" geteilt.

Jens Spahn ist als Bundesminister für Gesundheit vorgesehen. Union und SPD wollen heute ihren Koalitionsvertrag unterzeichnen. Am Mittwoch soll Merkel erneut als Kanzlerin gewählt werden, danach werden sie und die Minister vereidigt. 

hac

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