Was jetzt: Waschbär oder Tiger?

Was jetzt: Waschbär oder Tiger?

Foto: Lenhard Klimek / dpa

Es gibt diese Horrorvorstellungen, die einen im Alltag manchmal überkommen. Dass eine riesige Spinne ins Bett krabbelt. Dass eine Anakonda aus der Toilette kriecht. Oder, dass einem in der Stadt plötzlich ein Raubtier entgegenkommt. Ein Tiger zum Beispiel. Nicht lustig, wenn so einer mal eben ums Eck kommt.

In New York glaubten die Menschen gestern kurz, dieser Albtraum wäre wahr geworden. Am Morgen ging bei der Polizei ein besorgter Anruf ein. Im Stadtteil Harlem laufe ein Tiger durch die Straßen. Auf Twitter fragten User, ob jemand die Raubkatze gesehen habe, ob jeder unversehrt sei.

Die Polizei ermittelte mit Hochdruck, klar. Am Ende versnackt so ein Tiger noch ein paar Passanten, nicht auszudenken! Die Ermittlungen waren dann aber schnell abgeschlossen. War nämlich kein Tiger. Nur ein überdurchschnittlich großer Waschbär. 

Prompt waren die Bürger nicht mehr besorgt, sondern amüsiert. „LOL – die New Yorker sehen etwas, das größer ist als eine Katze, und denken es wäre ein Tiger“, twitterte ein User. 

Andere User waren genervt: „Wer da draußen verwechselt einen Waschbären mit einem verdammten Tiger?“, fragte eine. Manche wurden sogar lärmig aus dem Schlaf gerissen, weil ein Helikopter nach dem Tier suchte. 

Die Geschichte ging dann so weiter, dass die Einsatzkräfte den Waschbären eingefangen und anschließend eingeschläfert haben. Ist gesetzlich vorgeschrieben bei Tieren, die Tollwut übertragen können. Über die Angehörigen des Waschbären ist nichts bekannt. Lässt sich nur hoffen, dass nicht irgendein Hasenhirn auch noch sie mit einem Tiger verwechselt.

jwh

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