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Liebe Leserin, lieber Leser,



stell dir vor, du wärst ein berühmter Musiker. Plattenvertrag, Groupies, Tourneen. Würdest du dich dann wohl danach sehnen, als Arzt zu arbeiten? Nein? Sänger Max Mutzke tut das. Weil seine Musikkarriere nur einer von mehreren Lebens-
plänen war und der andere ihm immer noch reizvoll erscheint.

Der Gedanke an einen Seitenwechsel ist sowieso ein sehr menschlicher. Egal was wir tun - wir schielen immer mindestens mit einem halben Auge woandershin. Weil es Alternativen
gibt, die sinnvoller erscheinen, oder weil es schlicht zu langweilig wäre, immer weiter das zu machen, was man eh schon kann.


Deshalb haben wir in diesem Heft Geschichten über Seitenwechsler gesammelt: Wir haben mit Jan Delay gesprochen, der sich für fast jedes Album eine andere Musikrichtung aussucht. Wir haben Menschen befragt, die den Job gewechselt haben, weil sie nicht nur Geld verdienen, sondern auch Gutes tun wollten. Und wir haben ein Paar besucht, das erst zusammen- und dann wieder auseinandergezogen ist.

jetzt liegt am 2. März 2015 in deiner Süddeutschen Zeitung. Außerdem kannst du es digital auf dem Smartphone oder dem Tablet lesen - mit der kostenlosen App der Süddeutschen Zeitung. Du kannst die digitale Ausgabe des Hefts einzeln für 89 Cent oder zusammen mit der SZ vom Montag kaufen - für Abonnenten der Digitalausgabe der SZ ist das Magazin kostenlos.

Die einzelnen Texte aus dem Heft kannst du ab Montagabend auch auf jetzt.de im Label jetzt_Magazin nachlesen. Für eine erste Orientierung hier das Inhaltsverzeichnis:

4 „Auf Schlaf könnte ich nicht verzichten.“ #Werbistdugerade
6 Das Problem lag im Zusammenwohnen, nicht in der Beziehung. #Auseinanderziehen #Liebe #Freiraum

12 „Subkulturen vermitteln Haltung und Ideale.“ #JanDelay #Genregrenzen #Veränderung

16 „Auf einmal habe ich mich ganz klein gefühlt.“ #Seitenwechsel #Nachhaltigkeit #NGOs #GeldoderGutes
20 Der CO2-Fußabdruck der U2-Tour von 2009 ist so groß, als wäre die Band zum Mars geflogen. #Nachhaltigkeit
#Gutzuwissen
22 „Für das Lager wurden drei tunnelartige Kammern 130 Meter tief in den Berg gesprengt.“ #Tresor #Saatgut
#Nachhaltigkeit #Überleben

24 Afrob ist sich sicher, dass er ohne Musikkarriere irgendwann im Gefängnis gelandet wäre. #Waswärewenn #PlanB
#Fotostrecke

30 „Ich bin mindestens ein Teilzeit-Arschloch.“ #Werte #Durchsetzungsvermögen #Konkurrenz

32 Welches Post-it gehört zu welchem Bildschirm? #Rätsel
34 „Auf der Bühne war ich manchmal ganz schön verstöpselt.“ #KarolineHerfurt #MenschÄrgereDichNicht
#Interview #Scheitern