Das Jahr 2017 war, nun ja, an Absurditäten nicht gerade arm. Man brauchte nur kurz durch die Newsfeeds streunen oder ein paar Minuten den Fernseher anschalten, schon sah man eine Welt, die im Begriff schien, durchzudrehen.

Wohl deshalb wirkt gar nicht so abwegig, was nun vor einer Shopping-Mall in der chinesischen Stadt Taiyuan aufgetaucht ist: eine überdimensionale Hundefigur, die Donald Trumps Frisur trägt und den Zeigefinger nach oben reckt, wie der US-Präsident es nun mal gerne macht, wenn er den Menschen Wahrheiten unterzuschieben versucht, die in vielen Fällen keine sind.

Das Netz hat der Figur bereits einen Namen gegeben. Gestatten: der Trump-Dog.

Manche deuten die hündische Karikatur als Reaktion darauf, dass Donald Trump während seines Wahlkampfes China mit allerlei Anschuldigungen beladen hat. Schwer zu sagen, ob das der Grund ist. Einfacher lässt sich die Wahl des Tieres erklären: 2018 ist gemäß der chinesischen Astrologie ein Jahr des Hundes.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump als überdimensionales Tier dargestellt wird. 2017 tauchte in China bereits ein Trump-Hahn auf, es war schließlich – was sonst – Jahr des Hahnes. Eine Idee, die Trump-Gegner in den USA gerne übernommen haben: In der Folge konnte man im Netz aufblasbares Trump-Geflügel bestellen. Eines davon wurde nur ein paar Hundert Meter vom Weißen Haus entfernt aufgestellt.

Eine weitere Variation des Trump-als-Tier-Motivs: die Trump-Ratte. Ebenfalls aufblasbar, ebenfalls überlebensgroß. Im August haben Trump-Gegner die Figur in New York aufgestellt, im Vorfeld eines Besuchs des Präsidenten. 

Nun also der Hund. Dabei sollte man noch erwähnen: 1946 – das Jahr, in dem Donald Trump geboren wurde – war auch ein Jahr des Hundes. Und in der chinesischen Kultur sagt man über jene Jahre, die dem gleichen Tier gewidmet sind wie das eigene Geburtsjahr, dass sie Unglück bringen. Aber mit Horoskopen verhält es sich ja ähnlich wie mit Tweets von Donald Trump: In der Regel steht dort ziemlicher Blödsinn drin.

 

jwh

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