buzz english fails cover
Illustration: Daniela Rudolf

„Our English is under all pig“ – naja, ganz so schlimm steht es nicht um die Englischkenntnisse der Deutschen. Trotzdem machen wir nach wie vor einige Fehler, wenn wir Texte auf Englisch schreiben. Cambridge English hat deshalb die 100 häufigsten Schreibfehler der Deutschen gesammelt. Dort finden sich zwar keine Sprachschweinereien wie der obige Satz, dafür die eine oder andere Verwechslung und der eine oder andere unterschlagene Vokal.

Weil viele englische Wörter anders geschrieben als gesprochen werden (oder umgekehrt), lauern für deutsche Lernende viele Fallen. Am häufigsten wird „too“ und „to“ verwechselt. Ganze 258 Mal wurde dieser Fehler im „Cambridge English Corpus“ nachgewiesen, der Datenbank, auf der die Erhebung basiert.

Der zweithäufigste Fehler: „center“ anstatt „centre“. Wobei man natürlich wissen muss: Im Amerikanischen ist die erste Variante völlig richtig – nur bewertet Cambridge English nach britischem Englisch. Eine besonders fiese Stolperfalle.

Auf Rang drei dann der erste klassische Schreibfehler: „advertisment“. Moment mal, da fehlt doch ein e! Richtig: „advertisement“, müsste es eigentlich heißen.

Triez-Werkzeug oder hilfreicher Spicker für die Zukunft?

Verzwickt wird es immer dann, wenn sich deutsche und englische Wörter sehr ähneln. So etwa bei „Adresse“ und „address“. Kann einem schon mal passieren, dass man das zweite d im Englischen vergisst.

 

Die Liste, die Cambridge English zusammengestellt hat, wirkt auf den ersten Blick wie ein Triez-Werkzeug, mit dem man genervten Schülern hinterherwedelt. So ist sie aber nicht gedacht. Stattdessen soll sie dabei helfen, sich auf die Prüfungen des „Cambridge Assessment English“ vorzubereiten. Diese Kurse legen jedes Jahr 5,5 Millionen Menschen in 130 Ländern ab.

 

Wahrscheinlich dürfte die Liste auch einen gewissen Werbezweck für die Kurse haben. Schadet trotzdem nicht, sie sehr aufmerksam zu lesen. Und für die Zukunft gilt dann: „Write you that behind the ears.“

 

 

mgl

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